Wenn wir an Assisi denken, fällt uns oft zuerst der Heilige Franz von Assisi ein. Doch zu seinem Leben gehört auch Klaravon Assisi (1193—1253). Sie stammte aus einer wohlhabenden Familie, doch sie suchte nach dem, was ihrem Leben wirklich Sinn gab. Schließlich traf Klara auf Franziskus und so ließ sie sich von seiner Begeisterung für das Evangelium anstecken und entschied sich für einen ganz eigenen Weg mit Gott. In San Damiano, einem kleinen Ort unterhalb von Assisi, lebte sie mit anderen Frauen in einer Gemeinschaft und gründete den Orden der Klarissen.
In einem ihrer Briefe an Agnes von Prag, Tochter des böhmischen Königs Ottokar I. und selbst später Klarissin, heißt es von Klara: “Was du hältst, halte fest. Was du tust, tue, und lass nicht davon ab.” Es sind ermutigende Worte Klaras an Agnes, an dem festzuhalten, was ihrem Leben Halt, Sinn und Richtung gibt. Es ist eine Lebenshaltung: Wer etwas für wertvoll hält, sollte es festhalten. Wer etwas tut, soll es konsequent fortsetzen. Beharrlichkeit, Sinnhaftigkeit und Zielorientierung sind hier von Bedeutung.
Was gibt mir Orientierung und Halt? Was lässt mich weitermachen?
Klara erinnert uns daran: Es kommt nicht darauf an, viel zu besitzen oder alles im Griff zu haben. Entscheidend ist, was wir in unserem Herzen tragen, zu wissen, was uns trägt und wie wir es im Umgang miteinander sichtbar werden lassen.
Pace e Bene!