Unser Leben ist ein Weg, den wir gehen. Es ist der Lauf des Lebens, Tag für Tag. Da kann man schnell aus der Puste kommen, man muss eine Pause machen, um dann weiter den Lauf des Lebens zu laufen. Alle die, die sportlich unterwegs sind und längere Strecken laufen, kennen das, wie schön und auch wie ansrengend so mancher Lauf ist.
Ein guter Bekannter von mir, Pater Tobias aus Duisburg, hat das Laufen für sich entdeckt und damit auch einen Spendenlauf ins Leben gerufen. Er ist schon ganz große Strecken gelaufen, u.a. den Oman Desert Marathon, 172 km durch die Wüste. Für jeden Kilometer sammelt er Geld und spendet diese an Projekte für Kinder und Jugendliche. Vor jedem Lauf betet er. Dabei sieht er das Laufen nicht nur als Sport an, sondern verbindet es auch mit seinem Leben und seinen Glauben an Gott. Er sagt, dass er im Laufen ihm begegnet, im Auf und Ab der Beine, im Atem, im Blut, im Gebet:
„Lass mich den Lauf meines Lebens laufen! Und nimm von mir alle Angst, auf der Strecke zu bleiben. Bewahre mich davor, meine Ellenbogen einzusetzen, um andere abzudrängen. Lass mich mit Leib und Seele unterwegs sein! Sei du der Atem, der mich erfüllt. Sei du die Hoffnung, die mich das Ziel erkennen lässt, zu dem ich unterwegs bin. Schenk mir die Kraft, anderen Unterstützung zu geben. Bleib bei mir auf Durststrecken, stärke mich in Atempausen. Lass mich den Lauf meines Lebens laufen! Mit Liebe und Hingabe. Amen.“
Laufen auch wir unseren Lauf des Lebens, unseren je eigenen Lauf. Gott begleitet uns.