Mit dem Palmsonntag sind wir in die Heilige Woche, die Karwoche eingetreten.
Eine dichte Woche, in der um Jesus herum eine ganze Menge passiert.
Wie oft ist es auch bei uns dicht. Man weiß nicht mehr ein noch aus vor lauter Stress im Dienst, vor lauter Unsicherheit und Krieg in dieser verrückten Welt.
Gefühlschaos, Überforderung, Gereiztheit - wohin mit alledem?
Was Jesus diese Woche in geballter Form erlebt, was wir in der Kar-und Osterwoche feiern, das ist von unserem Alltag gar nicht so weit entfernt.
Kreuz und Spannung, Liebe und Tod, freudehochjauchzend und zu Tode betrübt
An Palmsonntag zieht Jesus unter jubelnden Hosiana-Rufen auf einem Esel in die Stadt Jerusalem ein. Dieselben Leute, die weniger Tage später "Kreuzige ihn" rufen, jubeln ihm jetzt noch zu, er sei der Retter, der König Israels.
Die Spannung unter den Menschen ist kaum noch auszuhalten.
Jesus geht in diesen Tagen auf Abschiedstour. Er weiß, dass er nicht mehr lange unter seinen Freunden sein wird.
So feiert er mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl, teilt mit ihnen nach jüdischer Sitte Brot und Wein und dabei wäscht er ihnen die Füße. Jesus schenkt sich selbst ganz und gar.
Er wird noch in derselben Nacht für seine Liebe verhaftet und auf seinen Kreuzweg geschickt. Dornenkrone, Nägel, Kreuz... Leid wo man hinschaut. Leiden schafft Leben. Und so geht Jesus durch das Leiden hindurch, weil die Liebe stärker ist, als der Tod. Der Tod hat nicht das letzte Wort! Halleluja!
Wie oft schon, hast Du den Bewohnerinnen und Bewohnern, die Füße gewaschen?
Dich niedergebeugt oder im Bett zu den Füßen der Menschen gesessen, die sich bedürftig die Füße waschen lassen?
Wie selbstverständlich tust Du Gutes. Ein Liebesdienst nicht nur, weil es dein Job ist.
Wie oft gehst Du über deine Grenzen, gibst etwas von Dir, weil jemand Dich braucht?
Alltäglich geschieht im Seniorenhaus Fußwaschung - ein Liebesdienst durch dich und mich!