innehalten - sich verbinden - für Frieden und Menschlichkeit
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Bewohner und Gäste,
es ist der 1. Freitag im Monat und dieser ist zugleich heute der Karfreitag. Wir gedenken heute der Todesstunde Jesu. Die Passion Jesu wird heute in den Kirchen verlesen. Und zurselben Stunde gehen die Kriege in der Ukraine und im Iran, in Israel und der Golfregion weiter. Unsägliche Angst und Ohnmacht treibt die Menschen um. Was kommt noch? Reicht es nicht schon, dass soviele unschuldige Kinder und Familien, junge und alte Menschen unter den Kriegen leiden? Gewalt und Hass haben Jesus vor über 2000 Jahren ans Kreuz gebracht. Wieviele Kreuze werden täglich neu aufgestellt.
Es gibt noch immer so viele Orte in der Welt, an denen das Unrecht und die Gewalt zum Himmel schreien. Wir wollen heute in die Stille des Karfreitags unsere Ohnmacht angesichts der vielen Kriege hineinhalten.
Wir wollen das Leiden der Welt mit ans Kreuz tragen. Wir wollen Jesus am Kreuz als den Friedensstifter anschauen. Als den, der die Großmacht durch die Ohnmacht der Liebe besiegt hat.
So lasst uns Jesus am Kreuz anschauen und um Frieden bitten:
Jesus, wer bist du?
Ein Galiläer
Ein armer Mann
Aufsässig
Eine Großmacht
Und eine Ohnmacht
Immer
Heute noch
Jesus, wer bist du für uns?
Der Friedensstifter
Gottes Sohn und
Inbild des Menschlichen.
Deine Kraft ist
In der Schwäche mächtig.
Immer
Heute noch
Jesus, wohin führst du uns?
Durch den Tod ins Lebens
Durch die Schande ins Erbarmen.
Zu allen, die unschuldig leiden,
ins Mitleiden und Mitleben.
Immer
Heute noch
Jesus, wo sind wir bei dir?
Bei denen, die dir glauben und folgen,
mit offenen Sinnen
helfenden Händen
liebenden Herzen.
Immer
Heute noch
Jesus,
stärke unseren ohnmächtigen Glauben
stärke unsere ohnmächtige Liebe
stärke unsere ohnmächtige Hoffnung
mit deiner großen Macht.
Immer und auch heute
Johann Hinrich Claussen
Das Lied könnte das monatliche Friedensgebet begleiten.